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Das Südamerikahaus bietet Lebensraum für insgesamt 10 verschiedene Tierarten. Am häufigsten zu sehen sind Krallenaffen, wie z.B. die Goldkopflöwenaffen, Lisztaffen, Springtamarine, Kaiserschnurrbarttamarine und noch andere Vertreter dieser interessanten Tierart. Auch die bekannten Totenkopfaffen haben dort ein liebevoll gestaltetes Gehege.

Zudem ist es bei uns möglich, in einigen Anlagen eine Vergesellschaftung unterschiedlichster Tierarten zu erleben. Wir haben 8 Affenarten in dieser Anlage sowie Schwarzrückenagutis und Wildmeerschweinchen. Zudem haben unsere Besucher die Möglichkeit, bei dem Betreten des Parks direkt in die Anlage der verschiedenen Affenarten zu sehen. Mit einer Größe von 45 qm stellt unsere Anlage für bolivianische Totenkopfäffchen das größte Gehege unseres Affenhauses dar.

Bei dem Betreten des Besucherganges haben Sie die Möglichkeit unsere Tiere gleichzeitig sowohl in den Innengehegen als auch in den Außenbereichen zu betrachten. Spazieren Sie einfach unter den Übergängen von den Innenbereichen zu unseren Außenbereichen der Tiere entlang und staunen Sie über witzige Interaktionen zwischen Tier und Mensch.  

Treten Sie in den direkten Kontakt mit unseren Affen und genießen Sie spektakuläre Interaktionen.

 

Das Goldkopflöwenäffchen (Leontopithecus chrysomelas) ist eine Primatenart der sogenannten Trockennasenprimaten aus der Gattung der Löwenäffchen, und zählt zur Familie der Krallenaffen (Callitrichidae).

Zu den optisch auffallendsten Krallenaffenarten zählen unter anderem die
Goldkopflöwenaffen. Unsere Gruppe besteht aus den Elterntieren mit drei Jungtieren. Goldkopflöwenäffchen tragen im Unterschied zu anderen Krallenaffenarten nur ca. 125 Tage aus. Krallenaffen sind dafür bekannt ihr Territorium sehr stark zu markieren, aber bei den Goldkopflöwenaffen ist es besonders markant und geruchsintensiv. Sie verständigen sich mit sehr lauten und hohen Tönen, wodurch sie auf Gefahren und Veränderungen aufmerksam machen.

Die Ernährung ist identisch mit den anderen Affen dieser Arten. Die Goldkopflöwenaffen durchsuchen sehr gerne, vor allem Bromelien- Bestände nach ihrer liebsten Nahrung. Das sind vor allem Insekten. Bei uns fressen die kleinen Affen Gemüse, Obst, Insekten, Reis, gekochtes Fleisch, Affenpellets sowie Ei. Zudem bereitet der Tierpark Wittenberg einen speziellen angereicherten Affenbrei nach eigenem Hausrezept vor. So werden unsere Tiere optimal mit Vitamine und Mineralstoffe versorgt.

Die Lisztaffen (Saguinus oedipus) gehören ebenfalls zu den sogenannten Primaten und stammen aus der Familie der Krallenaffen. Der deutschsprachige Name dieser Trockennasenprimaten entstand aufgrund der Ähnlichkeit mit der Haartracht des österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Liszt.

In unserer Einrichtung halten und versorgen wir zwei Exemplare dieser neugierigen Affenart. Der Grund dafür liegt darin, dass wir vor kurzem gezwungen waren unsere Zuchtgruppe infolge gruppeninterner Unruhen aufzulösen. Da solch eine Spannungswelle keinerlei Handlungsspielraum zulässt, mussten wir schnellstmöglich handeln, da es sonst zu ernsthaften Verletzungen kommen kann. Da das Herausnehmen von Einzeltieren nur kurzzeitig Erfolg brachte, haben wir uns entschieden mit einem Zuchtpärchen eine neue Gruppe aufzubauen. Eines unserer Männchen blieb bei uns und das Weibchen kam aus dem Braunschweiger Zoo zu uns. Die zwei verstehen sich prächtig und wir gehen davon aus, dass bald der erste Nachwuchs zu erwarten ist.

Wie alle anderen Primaten auch ernähren sich unsere Lisztaffen mit Obst, Gemüse, Milchprodukte, Insekten, Eiern, Spezialpellets, Blättern und Zweigen.

 

 

Die Springtamarine gehören zu der Familie der Krallenaffen. Seinen stolzen Namen erhielt dieser Primat von seinem englischen Entdecker, dem Schweizer Naturforscher Emil Goeldi. 

Unsere Springtamarine leben wie alle anderen Krallenaffen in unserer Südamerikaanlage. Aktuell halten wir ein Zuchtpaar mit zwei Jungtieren. Diese Affenart gebärt immer nur ein Baby und unterscheidet sich somit, zumindest in dieser Hinsicht von den anderen Krallenaffenarten.

Zu seiner Speisekarte gehören sowohl in der freien Natur als auch in zoologischen Einrichtungen Gemüse, Obst, Insekten, ein spezieller Affenbrei, Reis, gekochtes Fleisch, Affenpellets und Ei.

Ihren Namen haben die Krallenäffchen wegen ihres sehr auffallenden Oberlippenbartes.

Beheimatet ist diese Krallenaffenart im Amazonasgebiet Südamerikas.
Hier leben sie gern an Flusswäldern in hohen Baumwipfeln. Ihre beträchtliche Lebenserwartung von 16 Jahren sieht man diesen kleinen Primaten nicht an.

Unser Pärchen lebt zusammen mit Wildmeerschweinchen in einem Gehege in unserer Südamerika-Anlage. Sie hatten auch schon Nachwuchs bei uns, haben aber die Jungtiere nicht selber aufgezogen. Das kann bei Krallenaffen passieren, gerade wenn die Elterntiere zu jung sind oder keine Erfahrung haben. Die Jungtiere werden dann mit der Hand aufgezogen, können dann aber meist nicht mehr in die Gruppe zurück.

In den Tiefen Südamerikas suchen sich die Kaiserschnurrbarrttamarine frische Früchte und Insekten. In Gefangenschaft werden alle Krallenaffenarten nach einem sehr ähnlichen Futterplan ernährt.

Hier spielen vor allem Gemüse, Obst, Insekten, ein spezieller Affenbrei, Reis, gekochtes Fleisch, Affenpellets und Ei eine Rolle.

Die Totenkopfaffen stammen aus der Familie der Kapuzinerarten und gehören wie alle Affenarten zu den Primaten. 

Dieser tagaktive Baumbewohner hält sich vorwiegend in Baumregionen auf. Seine englische Bezeichnung „squirrel monkey“ (Eichhörnchenaffe) erhielt er aufgrund seiner flinken Bewegungsart, welche einem flinken Eichhörnchen gleicht.

Unser Tierpark hält eine Gruppe von fünf männlichen Tieren. Die Haltungen dieser Art ist in zoologischen Einrichtungen nicht selten und funktioniert in seiner Gruppendynamik sehr gut.

Unser Schwarzrückenagutipärchen kommt als Unterbesatz der Totenkopfaffen ebenso gut zur Geltung und harmoniert zudem sehr gut mit den kleinen intelligenten Äffchen.

Da diese Primaten zu Diabetes neigen, erhalten sie nur kleine Portionen an Obst. Zudem bekommen unsere kleinen Baumbewohner Gemüse, Insekten, Reis, Nudeln, Spezialfutter, gekochtes Fleisch, Eier und Brei.

 

 

Der ursprüngliche Lebensraum der Rotbauchtamarine liegt in den Regenwäldern des westlichen Amazonasbeckens Südamerikas

Das Verbreitungsgebiet dieser kleinen Primaten erstreckt sich im westlichen Brasilien zwischen den Flüssen Rio Madeira und Rio Purus und ragt bis nach Bolivien und Peru hinein. Ihr sehr ausgeprägtes
Revierverhalten bewirkt nicht selten eine sehr hitzige Stimmung innerhalb der Gruppen. Ähnlich wie bei unseren Lisztaffen haben wir aus beiden Rotbauchtamarinen ein neues Pärchen zusammengestellt. Vorher wiesen wir eine Geschwisterhaltung von vier Tieren auf. Da wir aber gerne wieder mit dieser Art Zucht betreiben wollten, kam es zu dem Neuaufbau. Zufällig hatte der Zoo Magdeburg ein männliches Tier gesucht und ein weibliches abzugeben. Das war unsere Chance und wir haben sie genutzt. Die anderen beiden Tiere sind in einen anderen Zoo gekommen. Auch hier gehen wir davon aus, dass sich bald der erste Nachwuchs einstellt.

Wie andere Krallenaffenarten auch ernähren sich die Rotbauchtamarine von Obst, Gemüse, Insekten, Körnern und Sämereien. In unserer Einrichtung erhalten die im Schnitt 420g schweren Äffchen zusätzlich speziellen hausgemachten Affenbrei und Affenpellets.

 

 

Weißgesichtseidenäffchen oder auch Weißkopf-Büschelaffen leben in Gebieten der atlantischen Küstenwäldern im östlichen Brasilien. Die zauberhaften Primaten gehören zu der Krallenaffenart und können bis zu 350g wiegen.

Zurzeit lebt in unserer Südamerika-Anlage nur ein Zuchtpaar mit vier Jungtieren. Sie sind sehr gesellig und haben sich nach anfänglicher Scheu sehr gut eingewöhnt. Sobald das Wetter es zulässt, sind sie in der Freianlage und toben im Geäst herum. 

Wie unsere Springtamarine auch ernähren sich die Weißgesichtsseidenäffchen ausschließlich von Gemüse, Obst, Insekten (sehr wichtig), Reis, gekochtem Fleisch, Affenpellets, Ei und bekommen ebenso ihren speziellen Affenbrei.

 

Die Agutis (Dasyprocta) gehören zu der Gattung der Nagetiere und umfassen insgesamt elf Arten.

Wie die Acouchis (auch als Zwerg- oder Geschwänzte Agutis bezeichnet) gehören sie in die Familie der Agutis und Acouchis (Dasyproctidae). Die wendigen Bodenbewohner halten sich gern in Wäldern, dichtem Buschland und Savannen, aber auch auf Feldern und Plantagen auf. Unsere Agutis leben zusammen mit unserer Gruppe der Totenkopfäffchen. Man kann dabei öfter beobachten, wie die Tiere sich gegenseitig necken. Meistens sind die frechen Affen die Anstifter, aber die Agutis ertragen die Streiche der Äffchen mit großer Gelassenheit, man könnte fast denken, es macht ihnen Spaß. Zur Zeit gibt es nur drei Zooanlagen in Deutschland, in denen Schwarzrückenagutis gehalten werden, auch deshalb wäre ein Zuchterfolg eine schöne Sache.

Diese Tiere ernähren sich sehr gern von Früchten, Gräsern und Blüten. Mit ihrem sehr stark ausgeprägten Gebiss sind diese Tiere sogar in der Lage Paranüsse zu
knacken. Zusätzlich bekommen unsere Agutis Sämereien, Heu, Grünfutter und
frische Zweige zum Abknabbern.

 

Das Wildmeerschweinchen (Cavia aperea)  wird in Fachkreisen auch gemeines Meerschweinchen genannt und gehört zu der Familie der Meerschweinchen (Caviidae) und somit zu der Ordnung der Nagetiere. Das grau- braune Säugetier ist unwesentlich größer als ein normales Hausmeerschwein und bevorzugt aufgrund seines ebenso schlechten Sehsinns kleine Höhlen als Unterschlupf.

Unsere Wildmeerschweingruppe besteht aus vier Weibchen, welche in einer Vergesellschaftung mit den Kaiserschnurrbarttamarinen leben. Diese Tiere betätigen sich auch gern einmal als Restefresser, sodass der Gehegeboden immer schön sauber gehalten wird. Diese positive Eigenschaft erfreut vor allem den zuständigen Tierpfleger. Leider ist es jedoch selbst den Pflegern kaum möglich zu unseren Damen direkten Kontakt aufzunehmen. Der Grund hierfür liegt an dem sogenannten Fluchtverhalten. Dieses erbkoordinierte Verhalten schützt das Meerschweinchen in Gefahrensituationen, indem es die bedrohliche Situation fluchtartig verlässt.

Wildmeerschweine sind sehr genügsame Tiere und werden bei uns hauptsächlich mit Körnerfutter, etwas Gemüse, Heu, Zweigen und Grünfutter ernährt.