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Beobachten Sie einmal verschiedene Eulenarten in unserem einzigartigen Tierpark. Darunter finden Sie sogar die größte europäische Eule (Uhu). Für einen zusätzlichen exotischen Flair sorgen verschiedene Sitticharten, Graupapageien, Pfau und Mandarinenten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

Europäischer Stand- und Greifvogel

Der europäische Uhu ist die größte Eulenart in Europa. Sein deutscher Name geht auf den Laut seines Balzrufes zurück. Dieser strukturierte Jäger bevorzugt übersichtliche Landschaften, brütet aber gern in Felswänden und Steilhängen. Nicht selten werden Brutplätze auch mal an Gebäuden oder auf dem Boden gefunden.

Im Tierpark Wittenberg halten wir seit 2008 diese Vogelart. Unsere Uhus ziehen regelmäßig 3 Jungtiere auf, die wir hauptsächlich an Falkner aus dem Umland abgeben. Die Voliere, in der die Tiere leben ist 90 qm groß und in der Mitte 6,5 m hoch, sodass die Uhus auch einen ausreichenden Bewegungsradius zur Verfügung haben und richtig fliegen können.

 

Uhus ernähren sich vor allem von kleinen bis mittelgroßen Säugetieren und Vögeln. Zu seiner Beute gehören IgelRattenMäuseKaninchenFeldhasenRabenvögelTauben und Enten.Unser geschultes Personal verfüttert täglich sorgfältig ausgewählte Eintagsküken, Ratten und andere Kleinsäugetiere. Diese entnehmen die Tiere nach Sichtung aus ihren Atzungsplätzen und vertilgen sie im Laufe des Tages.

Schnee- Eulen (Bubo scandiacusSyn.Bubo scandiacaNyctea scandiaca) gehören zu den Vogelarten aus der Familie der eigentlichen Eulen (Strigidae).

Da sie lange als einzige Art ihrer Gattung galt, wurde sie taxonomisch entsprechend von den anderen Eulenarten isoliert betrachtet. Dies wurde jedoch aufgrund molekularbiologische Untersuchungen revidiert. Ihre neue Einstufung besagt, dass sie zu den Uhus (Bubo) gehört und nahe mit dem Virginia-Uhu (B. virginianus) und dem Magellanuhu (B. magellanicus) verwandt ist. Es liegt nahe, dass die äußeren Umstände eine Anpassung der Anatomie des Tieres bewirkten. So entstand womöglich die weiße Gefiederfarbe, die dicht befiederten Füße und auch Zehen. Schnee-Eulen werden schon seit Anfang der 90er Jahre im Tierpark Wittenberg gehalten und sehr erfolgreich gezüchtet. Da vor einigen Jahren die Nachfrage nach diesen Tieren fast nicht mehr vorhanden war und somit Jungtiere nicht mehr abgegeben werden konnten , haben wir uns entschlossen erst einmal nur weibliche Tiere zu halten. Das funktioniert sehr gut und ist auch wesentlich stressfreier für die Pfleger, da die Eulen während der Brut und Aufzucht sehr aggressiv sind.

 

In der freien Natur ernährt sich die Schnee-Eule zum Großteil von Kleinsäugern, welche hauptsächlich aus Lemmingen bestehen. Infolge ihres tagaktiven Lebensrhythmus hat sich diese Eulenart auf Lemminge spezialisiert. Der Grund hierfür liegt darin, das die Lemminge in sehr großen Kollonien wohnen. Die hohe Anzahl dieser vorhandenen Beutetiere führt dem-entsprechend zu einer höheren Erfolgsquote bei den Beutezügen. Unsere Eulen bekommen vor allem Eintagsküken, Ratten und Mäuse.

Der Bartkauz ist eine ca. 65 cm grosse Eulenart. Sein Verbreitungsgebiet umfasst den  borealen Nadelwaldgürtels der gesamten Holarktis.

In der freien Natur ist der Bartkauz ein lautloser Jäger, der sogar unter eine 50 cm starke Schneedecke das Rascheln einer Maus hören kann. Hierfür verwendet er sein hochspezialisiertes Gehör, welches es ihm ermöglicht diese Maus akustisch genau zu orten. 

Im Tierpark gehaltene Bartkäuze bekommen ihre Beute quasi geliefert. Da in Deutschland eine Lebendfütterung verboten ist, werden auch bei uns mehrere sogenannter Atzungsplätze zur Verfügung gestellt. Aus diesen standfesten Plätzen holt sich der Kauz nach dem Verschwinden des Tierpflegers sein Futter.

 

Wilde Bartkäuze jagen Kleinsäuger, Reptilien, nehmen aber im Bedarfsfall auch Aas zu sich. Unsere Einrichtung ist stets darauf bedacht die artgerechte Ernährung zu wahren. Aus dem Grund werden auch bei uns kleine Säugetiere, wie z.B. Ratten und Mäuse verfüttert. Zudem erhalten Sie an jedem ihrer Atzungsplätze pro Kauz 6 bis 8 Eintagsküken. Diese Fütterung basiert auf einem ausgewogenen Ernährungsplan,  welcher auf das jeweilige Tier abgestimmt ist.

Auch wenn man es den kleinen buntgefiederten Vögeln nicht ansieht, gehören sie dennoch zu der Familie der eigentlichen Papageien (Psittacidae). Dieser Papageienart fehlt die aufstellbare Haube, welche z.B. für den Kakadu (Cacatuidae) charakteristisch ist. 

In unserer Sittichvoliere halten wir Wellensittiche, Diamanttäubchen und Nymphensittiche. Das bunte Treiben und laute Gezwitscher lockte stets viele Besucher an. Da wir regelmäßige Nachzucht haben, geben wir gern ab Juli/ August auch Jungtiere ab.

 

Sittiche bekommen hauptsächlich Körnerfutter, Weichfutter und in den warmen Jahreszeiten auch Grünfutter, Salat, Ost sowie Gemüse.

Die Mandarinenten (Aix galericulata) sind eine ostasiatische Vogelart und stammen aus der Familie der Entenvögel (Anatidae). 

Wie Brautente auch gehören sie zur Gattung der Aix. In ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten ist die Population dieser Entenart sehr rückläufig und sie gelten sogar als gefährdet. Jedoch sind diese pompösen Tiere bereits seit Jahrhunderten vor allem als Ziergeflügel sehr beliebt. Aufgrund dessen relativieren sich die Bestände in ihrer Verbreitung wieder. Diese Entenart zählt sicher zu den farbenprächtigsten ihrer Art. Gerade im Herbst/Winter tragen die Erpel ihr volles Prachtkleid. Wir halten derzeit zwei Paare auf unserem kleinen Teich, aber schon im nächsten Frühjahr wird die alte Voliere umgebaut und die Enten bekommen ein größeres Gehege sowie auch mehr Wasserfläche. Es wird dann unsere neue Asien-Anlage entstehen, auf welcher auch eine Reiherart zu sehen sein wird.

 

In freier Wildbahn ernähren sich diese Vögel unter anderem von Gräsern, Insekten, Schnecken und Würmern. In zoologischen Einrichtungen werden zudem vor allem spezielle Pellets, Körnerfutter, Grünzeug und Wasserlinsen verfüttert.

Die Heimat des Kongo-Graupapagei ist Zentral- und Westafrika. 

Hier lebt er in den tropischen Regenwäldern und Feuchtsavannen. 

Unsere Graupapageien Rocko und Jogi bewohnen die Voliere neben den Sittichen. Besonders Jogi ist sehr sprachgewandt und führt häufig Gespräche, wenn er alleine ist oder ein Pfleger die Voliere betritt. Er wünscht einen guten Morgen und sagt seinen Namen, der Rest ist dann etwas undeutlicher. Sobald Besucher vor dem Gehege stehen, hört er sehr aufmerksam zu und artikuliert sich mit lautem Pfeifen.

 

In der freien Wildbahn ernähren sich die Graupapageien hauptsächlich von Früchten, Sämereien, Nüssen und Blüten. Der Tierpark Wittenberg füttert regelmäßig einmal am Tag Spezial- Parrotsfood wie z.B. Obst, Gemüse, Ei, frische Zweige und Sämereien. Um den Tieren einen abwechslungsreichen Alltag zu ermöglichen, werden regelmäßig frische Zweige angeboten. Dies ist eine gängige Beschäftigungsmethode, welche gern in Zooanlagen und Tierparks angeboten werden. Hier lösen die intelligenten Vögel die Rinde auf verschiedenster Weise mit ihrem Schnabel.